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Ravensburger

Die Ravensburger Verlagsgeschichte

Wie alles begann
Als der Ravensburger Buchhändler Otto Maier 1883 seinen ersten Autorenvertrag unterschrieb, legte er den Grundstein zu dem heute international bekannten Markenartikelunternehmen Ravensburger. Seine ersten verlegerischen Werke waren unter anderem Ratgeberliteratur und
Vorlagemappen für das Bau- und Kunsthandwerk. 1884 erschien der erste Spieletitel Reise um die Erde - hochwertig ausgestattet, in liebevoller Handarbeit angefertigt und gestaltet nach dem gleichnamigen Bestseller von Jules Verne. Rasch folgten Lern- und Kinderspiele, Quartette, Strategiespiele sowie Bücher und Arbeitskästen für Basteln und Kinder-beschäftigung. Wissen erlangen durch Selbermachen stand als Leitgedanke hinter der verlegerischen Tätigkeit.

Handel und Wandel

Otto Maier wollte mit seinem Programm die bürgerliche Mittelschicht gewinnen, die hochwertige Produkte schätzte. Dass sein Qualitätsanspruch, nur das Beste zu bieten, bereits in den Gründerjahren zum Erfolg führte, zeigt die Entwicklung des Verlags: Die Zahl der Beschäftigten stieg zwischen 1906 und 1914 von 8 auf 19 Personen, der Umsatz im Jahr 1914 lag bei 250.000 Goldmark. Für überregionalen Absatz bot die Stadt Ravensburg allerdings keine idealen Voraussetzungen – sie lag weitab der kulturellen und wirtschaftlichen Zentren Deutschlands. Otto Maier setzte deshalb auf einen effektiven Vertrieb und geschickte Werbung. Bereits im Jahr 1900 ließ er sich vom kaiserlichen Patentamt das Warenzeichen „Ravensburger Spiele“ schützen. Als einer der ersten Verleger in Deutschland schickte er ab 1902 einen „Reisenden Herrn“ als Vertreter durch ganz Deutschland, Westeuropa, in die Donaumonarchie und ins Baltikum.

Zwischen den Kriegen
Otto Maier produzierte seine Erzeugnisse zu Beginn nicht im eigenen Haus, alle Einzelteile wurden von Lieferanten bezogen und in Ravensburg zusammengesetzt. 1923 richteten der Verleger und seine drei Söhne Otto, Karl und Eugen schließlich doch eine eigene Kartonagenfertigung und Buchbinderei in Ravensburg ein. Bis heute laufen dort jährlich 25 Millionen Spiele und Puzzles vom Band.
Otto Maier starb 1925 im Alter von 73 Jahren. Seine Söhne Otto, Karl und Eugen Maier teilten sich fortan die organisatorische und redaktionelle Leitung des Verlages. Sie führten in der damaligen Ära der Neuen Sachlichkeit einen neuen Produktstil mit klaren, einfachen Formen ein, der in dem Spiele-Klassiker Fang den Hut® von 1927 bis heute erhalten blieb. 1939 erwirtschaftete der Otto Maier Verlag mit 65 Mitarbeitern 600.000 Reichsmark Umsatz, den Großteil davon durch Bücher.

Die Wiederaufbaujahre

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann das Geschäft mit Spielen immer stärker an Bedeutung. Mit Erfolgstiteln wie dem Legespiel memory® (1959) und dem Familien-Klassiker Malefiz® (1960) veröffentlichte der Verlag zwei seiner wichtigsten Titel. Nach dem Tod der Söhne von Otto Maier traten die Gründerenkel Otto Julius Maier und später seine Cousine Dorothee Hess-Maier in die Fußstapfen ihrer Väter. Mit den Ravensburger Hobbys als Bastelpackungen (1960) und Interlocking-Puzzles für Kinder und Erwachsene (1964) verwirklichten sie amerikanische Produktideen, die in Deutschland noch völlig unbekannt waren. Neu waren auch Ravensburger Taschenbücher (1963) für Kinder und Jugendliche.

Blick nach Europa
Der steigende Absatz der Produkte erforderte Anfang der 1960er Jahre eine Umstellung der Produktionsmethoden. In mehreren Etappen entstanden ab 1962 Produktionsstätten im Industriegebiet der Stadt Ravensburg. 40.000 qm Nutzfläche stehen dort heute für Druckerei, Puzzle-fertigung, Hochregallager und Auslieferung zur Verfügung. Der Ausbau der Produktion zog einen entsprechenden Ausbau des Vertriebs nach sich. Bereits 1964 wurde die erste Ravensburger Tochtergesellschaft in den Niederlanden gegründet. Seit 1970 entstanden Vertriebstöchter in fast allen westeuropäischen Ländern. Ravensburger Produkte werden heute in mehr als 90 Länder der Welt exportiert.

Stürmische Zeiten
Der Umsatz des Unternehmens wuchs bis zum Jahr 1979 auf 100 Millionen Mark an, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 800 Personen. 1977 wurde der Verlag in die Sparten Spiel und Buch aufgeteilt, um überschaubare Einheiten zu bilden.
Das immer breiter gefächerte Warenangebot und seine internationale Verbreitung erforderten ein einheitliches Warenzeichen für alle Ravensburger Produkte. 1974 erhielt die Marke Ravensburger deswegen ihr bekanntestes und bis heute gültiges Zeichen: das blaue Dreieck. Im selben Jahr wurden Unternehmensgrundsätze formuliert und Programmrichtlinien festgelegt, die den Mitarbeitern zur Orientierung dienen sollten. Damit gehörte der Verlag zu den ersten Betrieben in Deutschland, die sich eine „Verfassung“ gaben.
Im Programmbereich brachte insbesondere die Vorschulpädagogik aus den USA neue Impulse, umgesetzt unter anderem in Form von Lernmaterialien zur Förderung sozialer und emotionaler Fähigkeiten. Neu war auch die zunehmende Akzeptanz von Erwachsenenspielen, die sich in der Kritiker-Auszeichnung „Spiel des Jahres“ niederschlug – mit dem Ravensburger Titel Hase und Igel als erstem Preisträger. Seit 1979 erhielten sechs Ravensburger Spiele die begehrte Auszeichnung.
Auch Kinder- und Jugendbücher rückten in den Nachkriegsjahrzehnten immer stärker in den Mittelpunkt, unter anderem mit einer eigenen Jugendliteratur-Reihe (1973).

Gewagtes und Bewährtes

Produkte aus Papier und Pappe bekamen Anfang der 1980er Jahre durch elektronische Videospiele Konkurrenz. Der Verlag reagierte mit einer Doppelstrategie: Neben der Weiterentwicklung seines traditionellen Angebots kam ein starkes Engagement in der Elektronik- und TV-Sparte hinzu. Eine 1983 gegründete TV-Tochtergesellschaft produzierte Kinder- und Familienprogramme. Erste Versuche mit Videokassetten zum Thema Spielen und Lernen wurden gestartet. In den 1990er Jahren baute der Verlag außerdem ein CD-ROM-Programm mit unterhaltenden und wissensvermittelnden Themen auf.

Neue Chancen
Nach dem Verschwinden des Eisernen Vorhangs ergaben sich für das Unternehmen neue Absatzmöglichkeiten in Osteuropa und den neuen Bundesländern, wo schnell ein umfassendes Handelsnetz entstand.
Neue Geschäftsfelder entwickelte Ravensburger auch im Dienstleistungsbereich. Der Verlag begann, sein spielerisches Know-how in den Dienst anderer Firmen zu stellen und gründete dafür 1993 die Tochterfirma Ravensburger Freizeit- und Promotion-Service GmbH. 1998 wurde in der Nähe des Bodensees der Freizeitpark Ravensburger Spieleland eröffnet, dessen neuartiges Konzept mit interaktiven und kreativen Spielideen sich vor allem an Familien mit 2- bis 12-jährigen Kindern richtet.

Ravensburger heute
Rechtlich veränderte sich das Familienunternehmen Ravensburger Ende der Achtziger Jahre von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft.
Die einzelnen Geschäftsbereiche etablierten sich 1993 als Tochtergesellschaften unter dem Dach der Holding Ravensburger AG. Die Wortmarke Ravensburger avancierte zum Firmennamen. Sämtliche Aktien des Verlags sind nach wie vor in Besitz der Gründerfamilie Maier.

Gründerenkel Otto Julius Maier, der das Unternehmen über 40 Jahre lang geführt hatte, übernahm zwischen 1995 und 2005 den Vorsitz im Aufsichtsrat. Seine Cousine Dorothee Hess-Maier, zwischen 1978 und 2001 Mitglied der Geschäftsleitung, bekleidet seit 2005 die Position der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Beide Familienmitglieder trugen wesentlich zur Expansion des Unternehmens in den letzten 50 Jahren bei. Seit Anfang der 1950er Jahre stieg die Zahl der Mitarbeiter von 90 auf 1.400, der Umsatz steigerte sich von rund 1 Million auf rund 280 Millionen Euro.

Der Spieleverlag steht europaweit an erster Stelle bei Puzzles und Beschäftigungsprodukten und ist deutscher Marktführer bei Spielen. Der Ravensburger Buchverlag ist heute einer der führenden Verlage im deutschen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Ravensburger erwirtschaftet mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Ausland. Der Verlag ist eines von wenigen Unternehmen der Branche, die ihre Produkte in eigenen Werken in Europa fertigen. 85 % aller Ravensburger Produkte entstehen heute an den zwei Produktionsstandorten in Ravensburg und Poliçka (Tschechien).

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